Ihre Entfernung von den Bahnhöfen Eibau und Obercunnersdorf beträgt ungefährt 45 bis 50 Minuten. Während der Sonntage im Sommer ist sie Haltestelle der Kraftwagenlinie Löbau - Neugersdorf. Zu ihrem besonderen Vorteil gereicht es ihr, da sie neuerdings auch von mehreren durchlaufenden Wanderwegen berührt wird. So von der wohl längsten deutschen Wegmarkierung "Deutscher Wanderweg: Saar - Schlesien" (Zeichen: Blaues Andreaskreuz auf weißem Felde). Diese Wegführung verläuft vom Bieleboh her kommend über Berg Kottmargipfel und die Kottmarschenke nach Herrnhut und dem Kloster St. Marienthal und weiter nach Friedland i. B. Ein anderer Fernweg leitet von der Kottmarschenke nach dem Beckenberg, Varnsdorfer Spitzberg und der Lausche und endet auf der Kleis bei Haida. Sein Markierungszeichen ist ein gelber Strich auf weißem Felde. Ein Besuch des Ehrenmals an der Spreequelle lässt sich von der Kottmarschenke leicht über Walddorf (von hier anhand des blauen Zeichens des "Lausitzer Weges") in 30 bis 40 Minuten ausführen.
Viel Lob und Anerkennung hat von jeher die entzückende Aussicht gefunden, die sich sowohl vom Garten als auch in noch höherem Maße von dem im ersten Stockwerk der Kottmarschenke gelegenen Saal aus dem Auge bietet. Ihre Lage in reichlich 240 Meter Seehöhe (der Kottmargipfel erhebt sich bekanntlich zu 583 Metern) erweitert den fesselnden Ausblick in die Umgebung über diese hinaus zu einem beachtenswerten Fernblick. Das ganze östliche Gesichtsfeld umfasst die Gegend vom Löbauer Berg bis zur Lausche. Aus der Reihe der sich aus dem landschaftlichen Rahmen hervorhebenden Berghöhen mögen noch genannt sein:
Die Landeskrone, der Jauernicker Schwarze Berg, der Schönauer Hutberg, die Tafelfichte, der Großhennersdorfer Große Berg, das Königsholz, der Jeschken, der Oderwitzer Spitzberg, der Hochwald und die schon erwähnte Lausche.
Reizvoll ist auch der Vordergrund des Landschaftsbildes mit dem in dunklen Wellen sich ausdehnenden Waldmeer des Ruppersdorfer Forstes, über den sich wirkungsvoll der weltbekannte Ort Herrnhut mit der kleinen Kuppe seines turmgekränten Hutberges erhebt. Der nordöstliche Saum des großen Waldgebietes verdient als Ort einer so genannten "Wüsten Mark" unsere Aufmerksamkeit:
Hier stand einst ein Örtchen namens "Rothdörfer" und noch heute erinnert die Flurbezeichnung "Dörfelbrache" und der "Dörfelteich" an sein ehemaliges Dasein. Auch die Spuren einer Mühle, der Dörfel-Mühle kann man gegenwärtig noch erkennen. Das Auftreten der Pest soll den Untergang des einsam gelegenen Dörfchens verschuldet haben.
Nach der Ausschau in die Ferne sei noch ein Blick in das Innere unserer vielbesuchten Gaststätte geworfen werden. Überall, wohin wir sehen, begegnen wir dem Walten umsichtiger und geschäftstüchtiger Wirtsleute. Wir erkennen, dass die Bewirtschaftung der Gastwirtschaft und der Fleischerei in den denkbar besten Händen liegt. Mögen wir daher unsere Augen in die unteren, gediegen ausgestatteten Gasträume lenken, mögen wir in Küche, in Schlacht- und Kühlhaus, in Veranda und Garten, in dem ansprechend eingerichteten Saal Umschau halten. Nirgends finden sich Spuren irgendwelcher Vernachlässigung, alles erscheint im vorzüglichen Zustand. Eine äußerst zweckmäßige Radioanlage lässt sich gleichzeitig für mehrere Räume und den Garten verwenden.
Für Sommerfrischler dürfte sich die Kottmarschenke besonders gut eignen; mehrere Fremdenzimmer stehen für diesen Zweck zur Verfügung.
Die Güte der Erzeugnisse des Fleischereigewerbes, die in der Kottmarschenke in erheblicher Menge hergestellt werden, ist in weiten Kreisen so bekannt, dass sie keines ausdrücklichen Hinweises bedarf.